#86 - Warum verkaufen kein Talent ist, sondern Handwerk (Bernd Kosnar)

Shownotes

Verkaufen ist kein Talent – sondern ein Handwerk. In dieser Podcast-Folge spreche ich mit Vertriebstrainer Bernd Kosnar darüber, warum gerade Solo-Selbstständige lernen müssen, Verkauf als Werkzeug zu verstehen.

Wir sprechen über typische Denkfehler, warum „nett sein“ nicht reicht und wie du Kund:innen wirklich verstehst, statt sie zu überreden.

Außerdem erfährst du, wie du mit Einwänden souverän umgehst, warum du weniger reden und mehr fragen solltest – und wie Struktur und Training deinen Umsatz planbar machen.

Eine Folge für alle, die beim Verkaufen bisher eher gezögert haben – und jetzt bereit sind, es richtig anzugehen.

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00:00:03: (Musik) Hallo und herzlich willkommen zu Webseitenmagie, dem Podcast, der deine

00:00:08: Website zur besten Mitarbeiterin macht.

00:00:10: Hier erfährst du, wie Du als Selbstständiger deine Website in eine

00:00:14: echte Kundenmaschine verwandelst.

00:00:16: Du bekommst nicht nur praktische Tipps und Tricks, sondern auch spannende Einblicke

00:00:20: hinter die Kulissen einer Web- und Marketingexpertin.

00:00:23: Bist du bereit, in die magische Welt der Webseiten einzutauchen?

00:00:26: Dann lass uns loslegen.

00:00:27: Hier kommt deine Gastgeberin, Angelika Stemple.

00:00:38: Auch von meiner Seite ein herzliches Hallo zu einer brandneuen

00:00:42: Episode von Webseitenmagie.

00:00:44: Heute habe ich einen Unternehmer zu Gast, der mit einer richtigen,

00:00:48: starken Botschaft kommt.

00:00:50: Und zwar Verkaufen ist kein Talent, sondern es ist ein Handwerk.

00:00:54: Bernd Kosner ist ein Vertriebstrainer, Speaker und Mentor und sein Ansatz kommt

00:00:59: ganz einfach aus dem Leistungssport.

00:01:02: Er ist der Meinung, Fleiß schlägt Talent und zwar immer.

00:01:05: Und genau das überträgt er auch auf den Vertrieb.

00:01:08: Also bei ihm geht es nicht nur um Motivationstricks oder einmalige Impulse,

00:01:12: sondern auch um echte Umsetzbarkeit.

00:01:15: Also Gesprächsführung, Entscheidungsarbeit, Einwandbehandlung.

00:01:19: Das kann man genauso trainieren wie Liegestütze.

00:01:23: Mein lieber Bernd, herzlich willkommen!

00:01:25: Schön, dass du heute da bist.

00:01:28: Hallo Angelika, ich freue mich, da zu sein.

00:01:31: Ich lege gleich los und sage, Du sagst ja immer, Verkaufen ist ein Handwerk, das man

00:01:34: lernen kann, wie eben Tennis oder Gitarre.

00:01:39: Aber erzähl doch einfach mal, wie bist du zu dem Schluss gekommen, dass

00:01:43: man das einfach lernen kann?

00:01:45: Na ja, also zum einen Mal, ich glaube, dass das Rad im Verkaufen ja

00:01:51: schon lange erfunden worden ist.

00:01:53: Wenn du also heute in eine Fachbuchhandlung gehst, dann wirst du an

00:01:55: allen Ecken und Enden Vertriebshandbücher, Verkaufshandbücher sehen.

00:01:58: Und die großen neuen Tricks gibt es ja schon lange nicht mehr.

00:02:02: Und verkaufen ist, was bei unseren Kunden und Kundinnen gut funktioniert und

00:02:09: uns Umsatz bringt.

00:02:10: Und das kann man ganz leicht strukturieren und abarbeiten.

00:02:13: Und deswegen am Ende des Tages Handwerk.

00:02:15: Handwerk, weil ich muss es halt lernen.

00:02:19: Die Fantasie, dass man fürs Verkaufen geboren sein muss.

00:02:23: Also da kommt irgendwann der Storch, der bringt ein Butzi, da ist ein Dokument

00:02:27: gleich in der Schlinge beim Butzi dabei.

00:02:29: Da steht drauf: Gratuliere, Sie haben einen Verkäufer oder eine

00:02:31: Verkäuferin bekommen.

00:02:34: Das ist halt eine Fantasie.

00:02:36: Und die Wahrheit ist nämlich viel komplizierter.

00:02:41: Das hat nichts mit introvertiert oder extrovertiert zu tun.

00:02:44: Das hat nichts damit zu tun, wie ich aufgewachsen bin, sondern nur,

00:02:48: ob ich es lernen möchte oder nicht.

00:02:49: Weil sonst wäre ich, als gelernter Techniker, nie in der Lage gewesen,

00:02:54: verkaufen zu lernen und das auch so gut zu beherrschen, dass ich über 20 Jahre im

00:02:58: internationalen Vertrieb erfolgreich tätig war.

00:03:01: Das geht sich einfach nicht aus.

00:03:03: Und die gleiche Idee ist beim Sport auch, weil da komme ich her,

00:03:07: aus dem Leistungssport.

00:03:08: Und wenn du heute über die Topsportler nachdenkst oder auch die

00:03:13: Topmusiker nachdenkst, das ist immer das Gleiche.

00:03:15: Die besten Musiker sind nicht die, die das meiste Talent haben, sondern

00:03:20: sind die, die am meisten üben.

00:03:23: Talent gehört dann auch dazu, aber du kannst es selbst mit weniger Talent

00:03:27: in die Top 10 Prozent schaffen.

00:03:28: Und das ist, ich glaube, für alles was wir machen, egal ob das Musik, Sport,

00:03:33: Familienvater oder Mutter sein, Verkäuferin sein, das ist auf

00:03:39: jeden Fall anwendbar und relevant.

00:03:43: Sehr gut, ich ich muss ja dazu sagen, ich bin ja gerade dabei, dieses

00:03:46: Handwerk bei dir zu lernen.

00:03:48: Und in spätestens drei Monaten kann ich dann auch meinen Senf dazugeben, weil ich

00:03:52: war immer der Meinung, ich kann nicht verkaufen und dann werden wir feststellen,

00:03:56: ob das tatsächlich stimmt und ich es gelernt habe.

00:04:01: Also was unterscheidet jetzt deiner Meinung nach einen guten Verkäufer, gute

00:04:05: Verkäuferin, von denen, die nur nette Gespräche führen?

00:04:08: Also für mich ist ja- ich gehöre anscheinend noch zu einer Generation, für

00:04:12: mich ist das immer so, wenn du sagst, ja, Verkäufer, das waren immer so diese

00:04:17: Autoverkäufer oder Versicherungsvertreter, wo du danach noch geschaut hast, ob du,

00:04:21: wenn du ihm die Hand geben hast, ob du noch alle fünf Finger hast und gedacht,

00:04:23: oah, das war nicht, aber dem ist ja nicht so.

00:04:28: Genau.

00:04:28: Wir hatten ja aus meiner Generation, ich bin jetzt 53, alle Erfahrung mit dem

00:04:33: schleimigen Staubsaugerverkäufer, dem Schneeballsystem-Typen oder der

00:04:39: Typin, die dir irgendwas antreten.

00:04:40: Und auf einmal hast du 20 Plastikgeschirrchen, von denen du nie

00:04:43: gewusst hast, warum du sie brauchst und so weiter.

00:04:45: Und das fällt für mich so in die Kategorie beim Verkaufen jemanden so über den Tisch

00:04:50: zu ziehen, dass er die Reibungsenergie als Nestwärme empfindet.

00:04:53: Das Problem an der Sache, das machst du halt nur einmal.

00:04:56: Also wenn du es einmal gemacht hast, dann ist verbrannte Erde hinterlassen und dann

00:05:01: hast du eigentlich keine Chance auf langfristige Beziehung.

00:05:03: Und egal in welchem Geschäft du heute bist, du willst deine Kunden erhalten,

00:05:08: weil Kunden erhalten immer bedeutet, weniger Aufwand mit dem nächsten Verkauf

00:05:13: zu haben an die schon existierenden Kund*innen, als wenn du neue

00:05:17: Kund*innen finden musst.

00:05:20: Und deswegen ist da auch eine ganz klare Unterscheidung, die allein von der

00:05:25: Haltung zu diesem Gespräch ist.

00:05:27: Und da gibt es vielleicht auch eine zweite Idee, die ich spannend finde.

00:05:33: In der Zeit, in der ich im Großkonzern Vertrieb gemacht habe, hatten wir die

00:05:37: Phrase "Diesel for Coffee", also Diesel getauscht gegen Kaffee.

00:05:42: Und das waren jene Verkäufer, die 200 Kilometer in eine Richtung mit dem Auto

00:05:46: unterwegs waren oder sogar mit dem Flieger, dann mehrere 100 Kilometer, dann

00:05:50: dort einen netten Kaffee getrunken haben, aber mit nicht mehr als diesem Kaffee

00:05:54: wieder nach Hause gegangen sind.

00:05:56: Weil wir glauben ja oft, dass unsere Aufgabe im Vertrieb nett sein ist und dem

00:06:05: Kunden zu Gesichte stehen oder der Kundin.

00:06:07: Und wenn man mal weiß, dass Verkäufer sein viel mehr was mit Profi sein zu tun hat,

00:06:13: vielmehr was damit zu tun hat, deine Kundschaft an der Hand zu nehmen und ihr

00:06:17: den Weg zu weisen und dann etwas Gutes für diese Person zu machen, dann

00:06:21: macht das viel mehr Sinn.

00:06:23: Dann machst du Meetings anders, dann gibt es da Ergebnisse und dann wird das Ganze

00:06:26: viel strukturierter und organisierter, weil am Ende des Tages, ich

00:06:31: will nicht gemocht werden.

00:06:32: Das ist im Vertrieb oft der falsche Ansatz.

00:06:35: Der richtige Ansatz ist: Angelika, da gibt es was, das kann ich für dich tun.

00:06:39: Möchten wir das gemeinsam erforschen?

00:06:41: Wenn ja, dann hätte ich hier folgende Schritte parat.

00:06:45: Das macht auch was in der Idee von: Kommunizieren wir auf Augenhöhe oder komme

00:06:50: ich als Bittsteller oder Bittstellerin zu dir?

00:06:54: Weil diese Hierarchiestufe, die es da gibt, die finden viele Jungverkäufer*innen

00:07:01: klarerweise unangenehm.

00:07:04: Wenn du glaubst, du musst um Dinge bitten, wenn du glaubst, du bist kleiner als

00:07:09: die anderen, das macht was mit dir.

00:07:10: Und gutes Verkaufen ist immer auf Augenhöhe.

00:07:15: Ja, das ist definitiv wahr, wenn man es einmal verstanden hat.

00:07:19: Das bringt mich auch zu dem Thema, was man schon eingangs erwähnt haben.

00:07:23: Viele, nicht nur Soloselbständige, sondern auch viele Vertriebsmitarbeiter von

00:07:30: kleineren Unternehmen sagen: Naja, ich kann halt nicht verkaufen.

00:07:34: Ich habe das, glaube ich, jedem in den letzten 20, 25 Jahren, jedem erzählt, der

00:07:38: es hören wollte und auch jedem, der es nicht hören wollte.

00:07:40: Ich hab gesagt, ich kann nicht verkaufen.

00:07:41: Deswegen sitze ich im Marketing und nicht im Vertrieb.

00:07:44: Aber was würdest du- du hast mich ja überzeugt, dass ich es lernen kann.

00:07:47: Aber was würdest du solchen Leuten sagen, damit sie auch begreifen, dass es Werkzeug

00:07:54: ist und eigentlich keine- gerade als Soloselbständige ist das ja

00:07:57: keine unangenehme Pflicht.

00:07:58: Du musst es machen und sie sollte halt nicht unangenehm sein.

00:08:02: Also ich habe da mehrere Ansätze dazu und ich möchte dir aus dem Kurs, den du gerade

00:08:08: machst, von einem Mit-Kursteilnehmenden erzählen.

00:08:11: Und bei dem und bei einigen anderen aus dem Kurs war es tatsächlich so, dass

00:08:18: während wir dieses Orientierungsgespräch hatten, also das Gespräch, wo die Frage im

00:08:23: Raum stand: Möchtest du jetzt den Kurs machen oder nicht, ich verkauft habe.

00:08:29: Und zwar so, dass ich jeden Schritt auch offengelegt habe.

00:08:33: Also ich habe dann wirklich- schau mal, erster Schritt im Verkauf ist

00:08:36: folgendes: Wir machen Beziehung.

00:08:39: Wie macht man Beziehung?

00:08:40: Wir schauen, dass wir persönliche Dinge austauschen, dass wir

00:08:44: einander zu Gesichte stehen.

00:08:46: Freundliche Nasenlöcher hätte mein Opa dazu gesagt.

00:08:49: Da gibt es ein paar Sachen, die kann man machen, die funktionieren so.

00:08:52: Schau, das haben wir jetzt gemacht, da kommt jetzt der nächste Schritt.

00:08:55: Der nächste Schritt ist, ich mache das jetzt mit dir, liebe Angelika.

00:08:59: Es gibt ja einen Grund, warum wir heute hier sind.

00:09:01: Erklär mir mal, was es für dich Interessantes gibt, dass du deine

00:09:06: Zeit in ein Gespräch mit mir investierst?

00:09:09: Und wenn ich diese Frage aufmerksam und freundlich stelle, dann bekomme ich von

00:09:13: dir wahrscheinlich schon einiges an Information, was Verkaufen für dich

00:09:18: bedeutet und warum es wichtig ist.

00:09:19: Da geht es also- das Ding ist ja, ich darf und will dir nicht

00:09:24: erklären, warum ich gut bin.

00:09:27: Das ist immer der falsche Ansatz.

00:09:28: Das ist so- das hat was von- ich habe dieses Bild

00:09:32: dieser alten Idee von: Wenn du eine eine gefakte Rolex oder was ähnliches kaufst,

00:09:41: dann gab es früher die Typen mit den langen Mänteln an der Ecke, die haben den

00:09:44: Mantel aufgemacht und haben dann 30 Rolex auf jeder Seite hängen gehabt

00:09:47: und du hast dir das ausgesucht.

00:09:49: Aber jedes Mal, wenn ich auf eine Rolex zeige und das ist nicht die Richtige,

00:09:53: sagst du mir einmal Nein, ich will nicht, dass du nein sagst.

00:09:56: Nein im Kopf macht was und das wollen wir eben nicht haben.

00:09:59: Im Gegenteil.

00:10:00: Wenn ich dann dich frage und sage: Angelika, jetzt erzähl mir doch mal, was

00:10:04: wäre wichtig für dich beim Verkaufen?

00:10:05: Und du sagst dann: Ja, dieses, jenes.

00:10:07: Warum möchtest du das?

00:10:08: Und dann erzählst du mir vielleicht von Dingen wie Ich brauche mehr Kunden.

00:10:12: Ich hätte gerne mehr Umsatz.

00:10:14: Das wären meine Ziele irgendwann.

00:10:15: Idealerweise komme ich bei einem Ziel an, einem Ziel, das so groß und so attraktiv

00:10:22: ist, dass du sagst, dafür bin ich bereit, diesen Betrag zu investieren.

00:10:26: Das ist das, was viele falsch machen.

00:10:28: Weil erst wenn ich weiß, was ist das Problem, wie bewertest du es?

00:10:33: Die Umkehr davon ist das Ziel.

00:10:35: Und wie steht mein Angebot dazu und wie attraktiv ist das dazu?

00:10:39: Ist klar, dass wenn du sagst: Bernd, ich möchte im nächsten Jahr 100.000 Euro mehr

00:10:43: haben und mein Kurs kostet nur 15.000 Euro, ist die Frage, ob das eine

00:10:48: gute Investition ist, wenn du glaubst, dass du das lernst, was du lernen

00:10:51: sollst, eigentlich nicht da.

00:10:53: Wenn dein Ziel aber nur 16.000 Euro sind, sehr wohl.

00:10:57: Und mit dieser Abstimmung gehen wir dann rein.

00:10:59: Das war der zweite Schritt, den ich mit den Leuten mache.

00:11:02: Der dritte Schritt ist, ich hole mir zu all diesen Dingen, die ich dir dann

00:11:05: erzählt habe, die du bei mir lernen wirst, nochmal eine Idee davon ab, dass

00:11:10: das für dich wichtig und gut ist.

00:11:11: Du wirst also, wenn ich dich frage, Angelika, wäre es also gut zu wissen, wie

00:11:15: viele Leute in der nächsten Zeit bei dir Kunden werden können, ja sagen.

00:11:19: Du wirst, wenn ich sage, Angelika, wäre es spannend, wenn deine Gespräche kürzer

00:11:23: dauern würden und du dann aber mehr machen könntest, ja sagen.

00:11:27: Angelika, wäre es spannend für dich, wenn du mit den richtigen Kunden redest und

00:11:31: die, die eh nichts werden, schneller aussieben kannst?

00:11:33: Auch dazu wirst du ja sagen und all das, und du siehst, ich mache das

00:11:38: gerade mit dir, was ich mit den Kolleg*innen vorher gemacht habe, da

00:11:41: bildet sich eine Prozesskette, weil verkaufen sind drei Dinge.

00:11:45: Das ist Mindset, das ist Struktur und das ist Prozess.

00:11:50: Und wenn du das hast, dann ist das Handwerk.

00:11:54: Du hast die Werkzeuge, du kannst sie anwenden und du fühlst dich

00:11:57: gut dabei, sie anzuwenden.

00:11:58: Das ist die Idee davon.

00:12:01: Ja, mich hast du ja überzeugt (lacht).

00:12:04: Aber du hast gerade vorhin, du hast jetzt gerade erwähnt, dass

00:12:08: auch ein Teil davon Prozesse sind oder auch natürlich auch Trainingsroutinen.

00:12:12: Weil du musst, um etwas gut zu können oder auf jeder Situation dann richtig zu

00:12:18: reagieren, musst du es trainieren.

00:12:19: Das ist ganz einfach.

00:12:21: Was wären denn jetzt so typische Wiederholungen oder Übungen, die du jetzt

00:12:26: jemanden empfehlen kannst, der sagt, okay, ich möchte einfach einmal ein bisschen

00:12:29: testen oder sagen- was wäre so eine einfache Übung, wo du

00:12:34: sagst, okay, das kann jeder mal ausprobieren, wie es ihm dabei geht.

00:12:40: Ich habe zwei Übungen für dich.

00:12:42: Die helfen auf der einen Seite, den Verkaufserfolg besser einzuschätzen

00:12:48: und auf der anderen Seite im Vertrieb besser zu werden.

00:12:53: Im Vertrieb besser werden, eine der großen Disziplinen, vor denen wir

00:12:59: am meisten Respekt haben und bei dem viele versagen, ist die Einwandbehandlung.

00:13:04: Weil wir erzählen unseren Kunden, wie toll wir sind.

00:13:07: Das machen alle mehr oder weniger informiert.

00:13:11: Und dann kommt aber von unserer Kundschaft oder von unserer zukünftigen

00:13:14: Kundschaft ein: Ja, aber.

00:13:16: Und nach diesem ja aber kommt eine Aussage, die mehr oder weniger

00:13:24: Gehalt hat, die mehr oder weniger zu dem passt, was wir gesagt haben.

00:13:27: Aber die stoppt uns mal im Vertriebsprozess.

00:13:30: Die meisten haben jetzt die Herausforderung, dass

00:13:33: sie darauf antworten, ja?

00:13:36: Und die größte Herausforderung ist, das aber nicht zu tun, sondern einfach

00:13:44: mal das gekonnt zu ignorieren.

00:13:46: Der Unterschied zwischen einem Ja aber, das ignoriert wurde und nicht, ist

00:13:51: nämlich hauptsächlich mal Zeit.

00:13:52: Du kannst ein ja aber haben, wenn ich das jetzt gekonnt ignorieren und weitermachen

00:13:56: kann, und das kann ich so tun, dass es für dich gut rüberkommt und freundlich ist und

00:14:00: informativ ist, dann habe ich Zeit gespart, weil wir nicht noch eine

00:14:03: Erklärschleife drehen müssen.

00:14:06: Bringst du mir aber das Thema nochmal, dann weiß ich, das ist etwas, was dich

00:14:09: wirklich interessiert und was auch wirklich einen Unterschied macht und

00:14:12: kann- dann kann ich damit umgehen.

00:14:14: Weil was wir viel zu oft machen, ist, wir wollen alles erklären,

00:14:17: da fühlen wir uns wohl.

00:14:19: Wir fühlen uns wohl in unserem Metier.

00:14:22: Wenn mich heute jemand zu Vertriebsprozessen fragt, kann ich drei

00:14:25: Stunden Referat halten, ohne Luft zu holen.

00:14:28: Wenn dich heute jemand zu Webseiten, zu Social Media, zu was anderem fragt, kannst

00:14:32: du viel erzählen und du tust das gerne, weil du auch weißt, da bist du sicher.

00:14:36: Wir müssen uns aber immer auf die andere, auf die unsichere Seite begeben

00:14:39: und eigentlich davon weggehen.

00:14:41: Weil, sobald wir reden, passiert eine furchtbare Sache.

00:14:44: Die Kundschaft schweigt.

00:14:46: Und das wollen wir in den meisten Fällen nicht.

00:14:48: Ja, das ist die eine Seite.

00:14:49: Die andere Seite ist, habe ich letztens erst wieder gehört.

00:14:54: Ich war in der letzten Woche bei den Austrian Sales Days.

00:14:59: Die waren in Oberösterreich, abgehalten von den Oberösterreichischen Nachrichten.

00:15:02: War ein Trainer auf der Bühne, der mir eine alte, aber gute Metapher

00:15:05: wieder in Erinnerung gebracht hat.

00:15:07: Und er meinte, rechne dir folgendes aus: Ein durchschnittlicher

00:15:12: Kunde setzt diese Zahl ein.

00:15:14: Ja, wie viele hat ein durchschnittlicher Kunde?

00:15:17: Also ich sage mal, in meinem Fall Fantasiezahl, Schnapszahl,

00:15:21: 10.000 Euro pro Auftrag.

00:15:23: Und jetzt nimmst du die Anzahl an Neins, die du brauchst, um

00:15:28: einen Kunden zu bekommen.

00:15:32: Wenn ich also fünf Gespräche haben muss, um ein Ja zu bekommen, dann heißt das, ich

00:15:38: dividiert diese 10.000 durch fünf, sind 2.000 Euro. Bedeutet, jedes Mal, wenn ich

00:15:43: einen Kundenkontakt habe mit jemandem, der nein sagt, habe ich gerade

00:15:47: 2.000 Euro gewonnen.

00:15:50: Nur die Realisierung bis es in der Tasche ist, ist erst beim fünften Gespräch.

00:15:55: Weil, und das ist genau die Fantasie, die- oder das Ärgernis

00:15:58: eigentlich, das wir haben.

00:15:59: Diese Neins, die ziehen uns ja runter, die sind ja furchtbar.

00:16:03: Weil niemand hört gerne Nein, ja.

00:16:06: Aber ein Nein mit 2.000 Euro-Mascherl hinten dran, ertrage ich wesentlich

00:16:11: leichter, wenn ich weiß, der Zehner wird dann irgendwann in die Kasse fallen und

00:16:14: ich habe wieder ein bisschen Geld gemacht, ja.

00:16:17: Das sind so diese- das sind die zwei Dinge.

00:16:19: Also das erste ist, zähl deine Neins und gib ihnen eine Zahl.

00:16:23: Das ist Punkt 1.

00:16:25: Und Punkt 2, nämlich Einwandbehandlung.

00:16:28: Wenn du heute mit einem Kunden sprichst, einer Kundin sprichst, und die sagt Ja

00:16:31: aber, dann hast du entweder eine gute Antwort oder eine schlechte.

00:16:37: Beides schreibst du auf, du führst dein Einwand-Tagebuch.

00:16:40: Du schreibst den Einwand auf und wie du diesen Einwand gelöst hast.

00:16:44: Weil wir sind oft unvorbereitet für solche Dinge.

00:16:47: Und Vorbereitung ist immer King.

00:16:49: Wer vorbereitet ist, ist schneller, ist akkurater, macht weniger

00:16:53: Umschweife und das hilft.

00:16:55: Also, Einwand-Tagebuch.

00:16:57: Vorwand, Einwand aufschreiben.

00:17:00: Antwort darauf aufschreiben.

00:17:01: Und wenn du die mal nicht weißt, setz dich dann zu Hause hin und überlegst dir.

00:17:05: Was hätte diese Kundschaft brauchen können?

00:17:07: Welche Ansage, welche Worte hätte ich da jetzt verwenden müssen?

00:17:13: Klingt nach viel Hausübung (lacht). Viel Hausübung.

00:17:16: Vielleicht- darf ich da noch einhaken?

00:17:18: Natürlich darfst du einhaken.

00:17:20: Die Sache mit viel Hausübung.

00:17:22: Es gab- so vor fünf oder zehn Jahren sind diese Studien aufgekommen, wo du für jedes

00:17:27: Musikinstrument eine Zahl bekommen hast.

00:17:29: 40.000 Stunden bis du auf der Geige Profi bist.

00:17:32: 20.000 Stunden, bis du auf die- und so weiter.

00:17:35: Und man kann von den Zahlen halten, was man will.

00:17:38: Aber die Fantasie, dass du jetzt einen Kurs besuchst und dann Verkäuferin oder

00:17:44: Verkäufer bist und Vollblutprofi, das ist natürlich eine Fantasie.

00:17:48: Weil nur die Übung und diese 20.000, 40.000 Stunden, die du dann darin

00:17:53: verbringst, machen dich besser.

00:17:55: Deswegen hast du- nach dem Training hast du dann auch noch Coaches, die sich das

00:17:59: regelmäßig ansehen und die dann tunen und tweaken, bis du halt wirklich gut bist.

00:18:04: Das ist die Herausforderung.

00:18:06: Oje, jetzt hast du mir die Illusion genommen, ich brauche mir nur eine Stunde

00:18:11: in der Woche zusammensetzen mit dir und den anderen Kurskollegen, und dann

00:18:15: bin ich die perfekte Verkäuferin. Aber nein.

00:18:17: Nein. (lacht)

00:18:17: Ist mir schon klar.

00:18:18: Das ist so ungefähr, wie wenn du dich hinsetzt und sagst: Ach geh, ich schaue

00:18:21: mir jetzt ein YouTube Video an, wie WordPress funktioniert und

00:18:24: dann bin ich die Superexpertin.

00:18:26: Funktioniert auch nicht.

00:18:27: Auch da ist viel Übung natürlich dahinter (lacht).

00:18:30: Aber es ist halt so, es ist, wie du sagst, Handwerk lernt man halt

00:18:37: nicht von heute auf morgen.

00:18:40: Du hast vorhin auch gesagt, man soll- oder du hast da auch schon öfter mal

00:18:46: erwähnt mir gegenüber, man sollte zuhören.

00:18:51: Wenn man jetzt dieses erste Kundengespräch führt.

00:18:55: Dann habe zumindest ich aus meiner Erfahrung immer so dieses Problem.

00:18:59: Wenn der Kunde was sagt, hat man sofort das Gefühl, jetzt muss ich was antworten.

00:19:03: Was gibt es da für Tricks, dass du sagst, okay, erstens, ich leite den Kunden so,

00:19:09: damit er tatsächlich mir das erzählt, was wichtig ist.

00:19:13: Und das zweite ist, wie schaffe ich es, dass ich meinen Schnabel

00:19:17: halte, bis der ausgeredet hat?

00:19:19: Oh.

00:19:20: Also erstens mal, ich glaube, du hast die eine Wunderwaffe ja schon gesagt.

00:19:25: Also, ich hätte es ein bisschen derber formuliert.

00:19:28: Ich hätte gesagt, Schlapfen zu, ja.

00:19:31: Den Impuls unterdrücken zu können, gleich was drauf sagen zu wollen, ist großartig,

00:19:40: weil das macht ja deine Kundschaft mehr erzählen wollen.

00:19:45: Also es gibt zwei Gründe, warum du in den Anfängen des Vertriebsprozesses

00:19:51: ganz viel ruhig bist.

00:19:53: Erstens, weil du noch zu wenig weißt.

00:19:56: Und wenn du dann sprichst, dann geht es nicht darum, um Information zu

00:20:01: präsentieren, sondern um Information zu bekommen.

00:20:04: Der absolute Bringer für jedes erste Vertriebsgespräch

00:20:10: ist, du musst wissen, wie du vernünftige, offene Fragen stellst.

00:20:17: Daran scheitern viele tatsächlich, weil du möchtest ja einladen.

00:20:22: Und die offene Frage: Angelika, erklär mir doch mal, warum sind wir

00:20:26: heute zusammengekommen?

00:20:28: Warum hast du es für notwendig empfunden, mir deine Zeit zu geben?

00:20:31: Das macht mal Raum.

00:20:33: Und das macht zwei Dinge.

00:20:34: Erstens, ich kann Informationen von dir bekommen.

00:20:36: Und das zweite, ich finde das viel spannender, weil in dem ersten Gespräch

00:20:40: passiert ja noch was, da geht es viel um Beziehung.

00:20:44: Und ich kann mich an meine Datingzeit mit 16 bis 25 zurückerinnern,

00:20:51: und da gab es immer zwei Arten von Männern, in meinem Fall,

00:20:55: die halt gedatet haben.

00:20:57: Die einen waren die, die die ganze Zeit gequasselt haben.

00:20:59: Die haben gesagt, wie gut sie sind, was sie alles gemacht haben.

00:21:02: Schau her, dieses, jenes, das war so dieses typische Pfauengehabe, ja.

00:21:06: Das Problem ist, das ist langweilig für viele, die dir dabei zuschauen, ja.

00:21:11: Wie angenehm und schön ist es, wenn sich jemand hinsetzt, dir tief in die Augen

00:21:16: sieht und sagt: Angelika, erzähl mal über dich.

00:21:24: Ja, klar. Genau.

00:21:25: Und das macht, was das macht Aha.

00:21:28: Ich werde gesehen.

00:21:29: Es gibt jemanden, der interessiert sich für mich.

00:21:32: Und nächste Woche kommt ein Video raus.

00:21:36: Das hat bei mir den Titel "Warum Verkäufer*innen die

00:21:39: besseren Liebhaber sind".

00:21:40: Und das ist der Hauptgrund.

00:21:43: Ich interessiere mich für mein Gegenüber.

00:21:45: Ich möchte wissen, welche Ideen, Wünsche und Bedürfnisse du hast und wie ich dir

00:21:50: dabei helfen kann, in der Zukunft das zu erreichen, was du möchtest.

00:21:53: Und das wirklich Coole ist, das geht ja wirklich im Vertrieb genauso

00:21:58: wie im Beziehungsleben, ja.

00:22:00: Welcher Partner wäre mir lieber?

00:22:02: Derjenige, der die ganze Zeit über sich redet oder der Partner, der sagt: Du,

00:22:06: wo soll es hingehen? Was brauchst du?

00:22:08: Was brauchen wir?

00:22:09: Wie machen wir das gemeinsam? Erzähl mal.

00:22:12: Das ist großartig.

00:22:14: Und mit dieser Stille, mit der richtigen Frage dazu und mit dem richtigen Mindset.

00:22:20: Das Mindset ist, ich bin Forscher.

00:22:22: Wir glauben ja, dass unsere Kunden- dass wir wissen, was unsere Kunden brauchen

00:22:27: und dass wir ihre Sprache sprechen.

00:22:30: Aber in meiner Welt sprechen die meisten im ersten Gespräch von Pipelines,

00:22:35: von Sales accepted Leads, von Abschlüssen, von Vorwänden.

00:22:40: Das sind Vokabeln, die kennen die nicht.

00:22:42: Wenn ich dich am Anfang damit zuschütte, kann ich vielleicht

00:22:45: kurz Kompetenz beweisen.

00:22:46: Und dann steigst mir aus und denkst an den nächsten Urlaub oder an den

00:22:50: nächsten wichtigen Termin, ja.

00:22:53: Mach das-

00:22:54: Oder ich schaue dezent auf die Uhr (lacht).

00:22:56: Genau, das könnte auch sein, richtig, ja.

00:22:58: Ja, das stimmt absolut.

00:23:02: Und das ist, es ist tatsächlich wirklich ein guter Tipp.

00:23:06: Weil mir persönlich ist halt immer aufgefallen, es fällt mir wirklich schwer,

00:23:10: wie du vorher gesagt hast, den Schlapfen zu halten, wie man so

00:23:13: schön sagt bei uns in Wien.

00:23:15: Es ist schwierig, aber daran kann man arbeiten, also ich zumindest.

00:23:18: Ich schaffe es zumindest schon, nur mehr jedes dritte Mal den

00:23:21: Mund aufzumachen (lacht).

00:23:24: Wir haben- also du hast ja diesen Verkaufstrainingskurs,

00:23:32: von dem ich jetzt vorhin gesprochen habe.

00:23:34: Der spricht ja in erster Linie auch Einzelunternehmer an,

00:23:38: aber auch kleinere KMUs, die halt einfach ihre Leute schulen

00:23:43: wollen oder auch die Inhaber.

00:23:45: Jetzt, was sind denn jetzt aus deiner Sicht die drei häufigsten Fehler, die

00:23:53: Unerfahrene machen können oder Selbständige, Soloselbstständige, ich will

00:23:57: es jetzt gar nicht nur auf Soloselbstständige

00:23:59: beziehen, machen können?

00:24:00: Weil ich kann mich erinnern, wir haben bei uns im Kurs eine Fotografin

00:24:06: und die hat gesagt, sie kann- sie hat keine Erfahrung mit Verkauf und

00:24:10: sie kann nicht und ich kann das nicht.

00:24:11: Und ich sage, das ist auch gut, dann hast du dir auch schon nichts Falsches

00:24:14: angewöhnt und kannst es gleich richtig lernen.

00:24:16: Aber was sind denn so typische drei Fehler, die dir immer wieder unterkommen?

00:24:21: Da würde ich gerne unterscheiden, ob wir über Soloselbstständige und KMU

00:24:26: reden oder über große Unternehmen.

00:24:28: Bleiben wir mal bei den Soloselbstständigen und KMUs.

00:24:34: Nicht zu verkaufen oder eine Pause im Verkaufen zu machen, ist ein

00:24:39: unternehmerischer Fehler.

00:24:42: Lass mich sagen, was ich damit meine.

00:24:45: Am Anfang des Jahres habe ich vielleicht genug Kunden, bin voll in meinem

00:24:48: Kundengeschäft drinnen, arbeite 20 Stunden jeden Tag, weil ich so viel zu tun habe,

00:24:53: aber arbeite nur am Kundengeschäft, an dem, was ich schon habe.

00:24:57: Und nach drei Monaten ist alles abgearbeitet und ich komme

00:25:00: drauf, jetzt ist Ebbe.

00:25:01: Jetzt habe ich nichts mehr.

00:25:03: Das ist Fehler eins.

00:25:05: Verkaufen bedeutet regelmäßig dran sein.

00:25:07: Bedeutet, den Verkaufstrichter, die Pipeline zu füllen, ja.

00:25:13: Und das bedeutet, das strukturiert zu machen.

00:25:15: Wie viele Erstgespräche hast du pro Woche?

00:25:17: Wie viele Termine hast du? Wie geht es weiter?

00:25:20: Und da kommen wir zu Fehler zwei.

00:25:22: Diese Pipeline, diesen Verkaufstrichter zu haben bedeutet, den in irgendeiner

00:25:28: Weise kontrollieren zu können.

00:25:30: Nämlich entweder du organisierst dir ein CRM-System oder, und das ist super billig,

00:25:36: weil das hat jeder, du verwendest Google Sheets oder Excel.

00:25:40: Du brauchst nur etwas, was dir deine Kontakte strukturiert, wo du Status setzen

00:25:45: kannst, wo du Wiedervorlagen setzen kannst und das plus einen Kalender ist

00:25:50: eigentlich alles, was du brauchst.

00:25:52: Und dann Nummer drei dazu.

00:25:57: All das nützt natürlich nur, wenn du es dann wirklich machst.

00:26:01: Das sind für mich, und ich nehme mich da gar nicht aus, weil es gibt immer schönere

00:26:06: Dinge als zu verkaufen, auch wenn ich das unterrichte.

00:26:09: Also ob ich jetzt drei Stunden telefoniere oder lieber drei Stunden in der Sonne

00:26:12: lieg, die Frage stellt sich nicht.

00:26:14: Oder vielleicht eher drei Stunden Radfahren dann, das wäre

00:26:17: so die Wahl für mich.

00:26:20: Im Training, im Sport, genauso wie im Verkaufen.

00:26:23: Ich persönlich, ich brauche fixe Termine, wann ich Dinge tue.

00:26:30: Ich bin jetzt seit vier Wochen wieder im Training und der erste Schritt, den ich

00:26:35: dazu gemacht habe, war, ich habe einen Termin-Blocker, jeden

00:26:38: Morgen von 6:30 bis 8 Uhr.

00:26:42: Dieser Termin-Blocker sagt mir, da wird Sport gemacht, danach wird gefrühstückt

00:26:46: und erst nach dem Frühstück geht der Rest des Tages los.

00:26:49: Das ist für uns im Vertrieb nicht anders.

00:26:51: Es gibt ein paar Termine, es gibt ein paar Zeiten, da ist zum Beispiel

00:26:54: gut zu telefonieren.

00:26:55: Es gibt ein paar Zeiten, da mache ich das gar nicht, weil ich weiß, die meisten

00:26:58: meiner Kund*innen sind auf jeden Fall in Meetings.

00:27:01: Versuch mal, Montag Vormittag irgendwen zu erreichen.

00:27:04: Das ist meistens sehr schwer, weil da gibt es Statusmeetings und

00:27:07: Updatemeetings und all dieses.

00:27:09: Und diese Blocker im Kalender zu haben und sich dann auch daran zu halten und auch

00:27:14: die unangenehmen Dinge zu tun und die so regelmäßig zu tun, dass du sie

00:27:20: irgendwann als Teil des Tages ansiehst, das ist hilfreich.

00:27:25: Und das ist, ich glaube, im Vertrieb so, in der Musik so, im Sport so,

00:27:31: in jeder Arbeit, die du hast.

00:27:33: Es gibt Dinge, die tust du gerne und Dinge, die tust du weniger gerne.

00:27:36: Und wenn du sie mal strukturiert und organisiert in deinem Kalender

00:27:38: hast, dann wird es einfach.

00:27:40: Dann machst du sie.

00:27:43: Das waren KMUs und EPOs.

00:27:48: Bei den Großkunden, und ich darf jetzt große Versicherungen, Pharmaunternehmen

00:27:52: und internationale IT Unternehmen betreuen und begleiten, da gibt

00:27:58: es ganz andere Dinge.

00:28:00: Ich greife zwei Dinge heraus, weil das, was dort falsch gemacht wird, momentan

00:28:06: ganz oft ist, dass sie den Wert von Achtung, ein viel gerittenes

00:28:12: Pferd momentan, den Wert von KI nicht richtig verstehen.

00:28:16: Wenn ich heute dieses Ding hier habe, ja, mein Mobiltelefon, und ich kann damit

00:28:21: schönere Texte machen oder coole Fotos machen, dann ist das nett.

00:28:25: Aber wenn du dich mal da draußen umsiehst, was KI für große Unternehmen tun

00:28:29: kann, dann sind das ganz andere Dinge.

00:28:32: Meine Großkunden bekommen von mir jetzt eine App installiert.

00:28:37: Die kontrolliert jedes Vertriebsgespräch und zwar so, dass sie dir nachher sagen

00:28:41: kann mit einem Score für acht verschiedene Werte, wie gut warst du da drin,

00:28:46: wo kannst du besser werden?

00:28:48: Das ist ganz operativer Vertrieb.

00:28:50: Das ist ganz großartig, weil du hast deinen Coach immer mit.

00:28:53: Und so wie wir jetzt ein Gespräch haben, das aufgezeichnet wird, ist meine erste

00:28:57: Frage in einem Meeting: Liebe Daniela, ha ha, liebe Angelika,

00:29:03: ich möchte das gerne aufzeichnen.

00:29:05: Du kriegst dann auch eine Zusammenfassung.

00:29:06: Ist es dir recht, wenn ich das tue?

00:29:08: Ja, das ist die eine Sache.

00:29:09: Die zweite Sache ist, Verkauf in großen Unternehmen hat sich geändert.

00:29:15: Früher warst du als Verkäufer derjenige oder diejenige,

00:29:19: die das erste Mal Informationen gebracht hat, nach der unsere Kund*innen

00:29:23: dann entschieden haben.

00:29:24: Das war vor 20 Jahren so.

00:29:26: Heute weiß die Angelika, wenn sie ein neues Produkt kauft, schon lange, lange,

00:29:30: lange bevor sie mit der ersten Verkaufsperson gesprochen

00:29:33: hat, was sie will.

00:29:34: Weil sie hat fünf Webseiten sich angesehen, sie hat

00:29:38: gefragt und sie hat gegoogelt und dieses und jenes und weiß alles.

00:29:41: Und das bedeutet folgendes: Die Anzahl an Kontakten mit unserer Kundschaft

00:29:45: ist radikal zurückgegangen, ja.

00:29:48: Wir haben im Schnitt 1,8.

00:29:52: Das war die Zahl, die ich letzte Woche gehört habe.

00:29:54: 1,8 Kundentermine bis zum Abschluss.

00:29:57: Das stimmt nicht für alle Produkte.

00:29:59: Das stimmt nicht für alle Branchen, das ist schon klar.

00:30:01: Aber 1,8 im Vergleich zu 5 oder 7 oder 12 ist gewaltig.

00:30:08: Und da muss ich jetzt mit Vorbereitung durch Technologie, mit den richtigen

00:30:13: Werkzeugen, mit der richtigen Information im Hintergrund aus Webseiten zum Beispiel,

00:30:19: viel, viel punktgenauer meine Gespräche führen.

00:30:21: Und da kann KI Großartiges leisten und ganz, ganz viel helfen.

00:30:26: Und da sind wir jetzt erst am Anfang angekommen mit dem, was da

00:30:29: alles möglich sein wird.

00:30:32: Letztes Beispiel dazu, weil es mich einfach fasziniert.

00:30:36: Große Helpdesk-Systeme können heute schon, wenn du mit jemandem sprichst, im

00:30:42: Innendienst sagen, wann du das letzte Mal auf deren Webseite

00:30:47: warst, welche Produkte du gesehen hast, wie lange du dort gewesen bist und

00:30:52: ob deine Stimme Indikatoren dafür hat, dass du jetzt kaufbereit wärst.

00:30:59: Die machen etwas, das nennt sich Sentimentanalyse.

00:31:01: Also, wie geht es dir gerade? Ja.

00:31:03: Und dann kriegt der Operator eingespielt, dieses Verkaufsargument bringst du jetzt,

00:31:08: weil das passt am besten zu Angelika.

00:31:10: Das ist erstens erschreckend und- Wirklich erschreckend (lacht).

00:31:14: Ja, und zweitens wirklich beeindruckend.

00:31:17: Also KI kann man verpassen als großes Unternehmen, dann gibt es dich

00:31:21: aber garantiert nicht lang.

00:31:23: Und tatsächlich- und ja, klar, das ist mein Thema.

00:31:30: Vertrieb, wie jede Sportart, wie jedes Musikinstrument, muss regelmäßig

00:31:35: geschult und besser gemacht werden.

00:31:37: Ich habe jetzt ein Unternehmen kennengelernt, die holen mich, nachdem sie

00:31:40: fünf Jahre keine Weiterbildung für ihre Mitarbeitenden gehabt haben.

00:31:44: Und das ist ja nicht, dass die schlecht wären.

00:31:46: Aber so wie in jeder Branche, wenn du mal- du machst mal die Augen

00:31:50: auf und siehst Dinge.

00:31:51: Mit jedem Tag, wo du das Gleiche tust, werden die Scheuklappen enger.

00:31:56: Du kriegst den Tunnelblick, ja.

00:31:57: Genau.

00:31:57: Und dann, irgendwann merkst du gar nicht, was es alles an Dingen gibt, die du mal

00:32:01: gemacht hast, die du wieder ausprobieren könntest und die

00:32:04: vielleicht hilfreich wären.

00:32:05: Und dafür braucht es dann Input. Das ist es.

00:32:08: Ja, das ist, glaube ich, heutzutage noch viel wichtiger als früher, dass du dich

00:32:11: mit den Dingen beschäftigt, weil sich es einfach so unfassbar schnell entwickelt.

00:32:16: Gerade künstliche Intelligenz ist heftig, was da sich gerade abspielt

00:32:20: und auch massiv erschreckend.

00:32:22: Also bei manchen Erzählungen erinnert mich das immer an Terminator, wie ich den vor

00:32:28: 20 oder 25 Jahren, keine Ahnung, wie lange das schon her ist, wo man sich

00:32:31: gedacht hat, das gibt es ja nie.

00:32:33: Ja, so schnell ändert es sich (lacht).

00:32:37: Also die Fantasie von Skynet ist nicht so- kann man nicht ganz wegwischen.

00:32:41: Wir sind sicher davon entfernt, aber-

00:32:42: Na, wer weiß.

00:32:46: Ja, wir haben- wir könnten jetzt wahrscheinlich noch ungefähr

00:32:49: drei Stunden drüber plaudern.

00:32:51: Das ist ein ewiges Thema. Auch verkaufen.

00:32:54: Aber erzähl jetzt noch so kurz vorm Abschluss

00:32:58: einmal, wenn- ich habe jda den Kurs erwähnt.

00:33:01: Aber wie können jetzt, wenn jetzt Hörerinnen und Hörer sagen, okay, der ist

00:33:04: cool, mit dem möchte ich mal auch reden, vielleicht kann er mir helfen.

00:33:09: Erzähl mal, wie kannst du helfen?

00:33:10: Also auf der einen Seite natürlich kleinen KMUs und Soloselbstständiger.

00:33:15: Auf der anderen Seite, wenn dort jemand zuhört und sagt, eigentlich könnte meine

00:33:18: Vertriebsmannschaft auch einmal was brauchen.

00:33:21: Wenn die Frage ist, wie kann ich helfen?

00:33:23: Das sind mehrere Dinge.

00:33:25: Was mir wichtig ist, wenn du- wenn Leute wie ich momentan in ein Unternehmen geholt

00:33:33: werden und ich rede jetzt von großen Unternehmen, dann gibt es

00:33:36: zwei Arten, damit umzugehen.

00:33:38: Das eine ist die Idee des Impulsgebers.

00:33:42: Da kommt der Bernd oder jemand anderer, macht zwei Tage lang, drei

00:33:47: Tage lang, gutes Programm.

00:33:49: Da gibt es viele Impulse.

00:33:51: Impulse, das ist so, wie wenn du mit meinem Laufcoach eine

00:33:57: Einheit richtiges Laufen hast.

00:34:00: Das ist nett.

00:34:01: Da siehst du, was die macht, kannst es vielleicht einmal nachmachen,

00:34:04: das ist schon gut. Du lernst vielleicht auch was.

00:34:07: Aber von den 40, 50 Impulsen, die du bekommst, wenn du gut bist,

00:34:10: bleiben zwei oder drei übrig.

00:34:12: Und ich als Vertriebsleiter oder Leitende kann nicht zwingend kontrollieren, was

00:34:19: meine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mitnehmen, damit das wirklich sitzt.

00:34:24: Und damit es Veränderung gibt, die nachhaltig ist, braucht es

00:34:27: halt regelmäßige Betreuung.

00:34:29: Und das ist der zweite Schritt, der bedeutet, wie kannst du

00:34:35: Vertriebsverhalten so anpassen, dass es besser wird und mehr zum Unternehmen passt

00:34:41: und mehr zu zur Topline, also zu dem, was reinkommt, beiträgt?

00:34:45: Ich mache das jetzt drei Jahre mit Unternehmen, die ich dann über ein halbes

00:34:48: Jahr oder ein Jahr betreue, wo ich wirklich alle zwei Wochen da bin, im

00:34:53: Meeting mit den Leuten Vertriebsfälle durchgehe, Kunden analysiere,

00:34:58: Analysen mache, was auch immer das dann braucht, um einfach

00:35:01: Vertrieb besser zu machen.

00:35:01: Und das will ich erzählen, weil das war eines der schönsten Erlebnisse,

00:35:05: als ich damit begonnen habe.

00:35:07: Ich sitze nach drei Monaten wieder mit meinen Kund*innen zusammen.

00:35:12: Und das war immer ein Team aus vier Personen.

00:35:15: Und auf einmal reden die miteinander, ohne dass ich involviert bin.

00:35:19: Und ich kann mich zurücklehnen und kann hören, wie andere Personen meine Fragen

00:35:23: stellen, meine Argumente bringen und sich gegenseitig berichtigen und

00:35:28: verbessern in dem, was sie machen.

00:35:30: Und da habe ich gewusst, da hat sich ein Hebel umgelegt.

00:35:33: Ja, weil da ist es nicht mehr nur, ich habe einen Impuls bekommen, sondern es ist

00:35:36: so weit in Fleisch und Blut übergegangen, dass zumindest in diesem Meeting

00:35:40: wirkliche Veränderung passiert ist.

00:35:42: Und die hat allen geholfen, die Vertriebsgespräche besser zu machen.

00:35:45: Das ist großartig.

00:35:48: Wie können sie das bekommen?

00:35:52: Das ist meine Website, berndkosner.

00:35:54: at, ganz einfach.

00:35:56: Und für KMUs und EPUs, tatsächlich der nächste Kurs startet im Mai.

00:36:02: Das ist ein Intensivkurs.

00:36:03: Das sind zwei Monate.

00:36:05: Zwei Termine in der Woche mit zwölf Modulen, die wir durchgehen.

00:36:10: Anfang Mai bis Ende Juni, also gerade so, dass du zu den Sommerferien dann fertig

00:36:14: wirst und dann aber noch länger da drinnen bleiben kannst und das du

00:36:17: üben und arbeiten kannst. Und das ist auf www.

00:36:20: einfach-besser-verkaufen.

00:36:21: at.

00:36:23: Und da gibt es den Kontaktiere mich jetzt -Button.

00:36:26: Das ist ganz einfach.

00:36:28: Oder auf LinkedIn, da gibt es ja auch genug von mir zu sehen.

00:36:31: Da kann man sich auch ein paar Inspirationen holen, was vielleicht auch

00:36:33: ganz gut ist, weil wir kaufen ja gerne das, was wir schon kennen und sehen.

00:36:38: Und davon gibt es auf LinkedIn und YouTube auf jeden Fall genug.

00:36:41: Gut, wir werden auf jeden Fall alle Links in die Shownotes stellen,

00:36:46: damit- dann muss man es sich nicht aufschreiben, sondern

00:36:48: kann einfach klicken.

00:36:50: Ja, ich würde sagen, so, meine Lieben, wenn ihr jetzt- wenn ihr beim Thema

00:36:57: Verkaufen bisher kalte Füße hattet, dann habt ihr hoffentlich heute einige

00:37:02: Denkblockaden auflösen können und mitgenommen, dass jeder von

00:37:07: uns verkaufen lernen kann.

00:37:10: Einfach, weil man es als Handwerkszeug betrachten muss.

00:37:14: Und ja, ich würde mich einfach noch gern bei dir bedanken,

00:37:19: Bernd, dass du mit uns einige Einblicke geteilt hast, uns einige Tipps verraten

00:37:25: hast, die der eine oder andere umsetzen kann oder der zumindest sagt okay,

00:37:30: vielleicht sollte ich doch auch verkaufen lernen, weil das kann eben jeder lernen.

00:37:34: Das muss mir nicht in die Wiege gelegt sein.

00:37:36: Danke, dass du so viel geteilt hast, dir die Zeit genommen hast, dass

00:37:40: du heute bei mir zu Gast warst.

00:37:42: Es hat mir sehr Spaß gemacht.

00:37:43: Ich danke dir für die Einladung. Dankeschön.

00:37:45: Bitte, gerne. Gut.

00:37:47: Dann bleibt mir jetzt zum Abschluss nur mehr zu sagen.

00:37:49: (Musik) Wir sehen, wir hören uns in der nächsten Folge.

00:37:51: Bleibt zauberhaft und voller Tatendrang. Eure Angelika.

00:37:59: Das war es auch schon wieder mit dieser Folge von Webseitenmagie.

00:38:02: Vielen Dank, dass du mit dabei warst.

00:38:05: Weitere Informationen zu Angelika und ihrer Arbeit findest du unter www.

00:38:09: diemarketingfee. at.

00:38:12: Und jetzt stellt sich die Frage, wie ist es bei dir?

00:38:15: Hast du bereits eine Website, die du vielleicht sogar selbst erstellt hast?

00:38:18: Oder du hast sie vor einiger Zeit erstellen lassen, aber es kommen

00:38:21: keinerlei Anfragen über sie?

00:38:23: Und generell, irgendwie bist du mit deiner Website schon länger nicht

00:38:27: mehr glücklich und zufrieden.

00:38:28: Wenn es dir so geht, dann sichere dir jetzt ein kostenloses

00:38:31: Erstgespräch mit Angelika.

00:38:33: Sie schaut sich mit dir deine aktuelle Situation an, bespricht deine Ziele und

00:38:37: ihr findet gemeinsam heraus, was die nächsten Schritte sind.

00:38:40: Egal, ob du dich gerade mit Ladezeiten herumschlägst oder deine

00:38:43: Website optimieren willst.

00:38:45: Setzt euch zusammen und klärt, wie sie dir am besten weiterhelfen kann.

00:38:49: Den Link zur Terminbuchung findest du in den Shownotes.

00:38:51: Danke, dass du uns heute dein Ohr geliehen hast und denke immer daran: Mach deine

00:38:55: Website zu deiner besten Mitarbeiterin.

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